Eine gute Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden ist die wichtigste Voraussetzung für ein gut funktionierendes Asylwesen. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) begrüsst daher die im Mandat für die Asylstrategie 2027 enthaltene klare Zustimmung zur Verbundaufgabe sowie das Bekenntnis zum internationalen Flüchtlingsschutz und zum integrationsorientierten Ansatz. Auch begrüsst sie, dass die Schwankungstauglichkeit verbessert, das veraltete Notfallkonzept aktualisiert und das Aufhebungskonzept für den Status S angepasst werden sollen. Gleichzeitig kritisiert sie den starken Fokus auf Abwehr und Defensive: Der Zugang zum Asylverfahren soll erschwert, die Verfahren weiter beschleunigt und die Wegweisung strikter vollzogen werden. Die Asylstrategie 2027 sollte aus Sicht der SFH stärker auch auf den Flüchtlingsschutz setzen, etwa bei der Rechtsungleichheit zwischen Flüchtlingsgruppen und dem erodierenden Schutz der Kriegsvertriebenen. Die irreguläre Migration sollte zudem nicht ausschliesslich als Problem, sondern im Kontext des Arbeitskräftemangels auch als Chance wahrgenommen werden. Read More

SFH kritisiert blinde Flecken der Asylstrategie 2027
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